Bundestagung 2019

Im folgenden sind hier die ausführlichen Informationen zu den einzelnen Workshops zu lesen. 

Der Link  zur Anmeldung  findet  Ihr  auf der Startseite  des DEOS.

 

Workshop 1. MENSCHLICHE Führung- eine (spieleische) Praxiserfahrung 

Führung ohne Macht – wie kann das konkret aussehen? Basierend auf dem Konzept von Maike Plath stellen wir uns im Workshop dieser Frage. Menschliche Führung heißt: wissen, WIE ich Verantwortung für mich selbst und für andere übernehmen kann und ES ZU TUN. Anhand verschiedener Führungstypen reflektieren wir, auf welche Weise wir in Stresssituationen impulsiv reagieren. In spielerischen Settings trainieren wir, diese Komfortzone zu verlassen, um in alltäglichen Konfliktsituationen mehr Handlungsmöglichkeiten zu haben, authentisch und konstruktiv zu kommunizieren. So finden wir zu natürlicher Autorität und menschlicher Führung. Auf dieser Basis können wir mit weniger Kraftaufwand und ohne Machtkämpfe das erreichen, um was es uns in der Arbeit mit Kindern persönlich geht. Wir stärken die Beziehung zum Kind und befördern Kooperation statt Gehorsam. Zudem agieren wir so auf ein langfristigen Ziel hin: Kinder zu erziehen, die zu empathischen, selbstbewussten und glücklichen Erwachsenen werden, die selbstbestimmt ihren eigenen Weg gehen. Stefanie López ist Schauspielerin und Theaterwissenschaftlerin. 2008 gründete sie den Verein ACT e.V., den sie seitdem als Vorstand und Geschäftsführerin leitet. Sie ist Künstlerische Leitung des Jugendtheaterclubs ACTIVE PLAYER Kreuzberg und gibt bundesweit Weiterbildungen zur Demokratischen Führung für Lehrer*innen und Künstler*innen nach dem Konzept von Maike Plath. Sie besuchte zahlreiche Weiterbildungen am ddif (Deutsch-dänisches Institut für Familientherapie) nach Jesper Juul. Mit Familienbande konzipiert und leitet sie seit 2018 Workshops für Eltern und pädagogisches Fachpersonal.    

Stefanie Lopez, ACT e.V. Berlin ( nur Freitags)

 

Workshop 2. Kunst und Mut.

 

."Kunst und Mut"

Warum tun die Erwachsenen sich eigentlich so schwer mit der Kunst. Eine freiwillige Selbstanalyse und praktische Erfahrung unter der Leitung des Künstlers Henning Lichtenberg.

In diesem Workshop erfahren die Teilnehmer mehr über sich selbst und die Lebenswelt in der sie sich bewegen. Die Kunst als Befreiung aus alltäglichem, hin zu kindlicher Unvoreingenommenheit.

Wir arbeiten mit einfachsten Mitteln, mit denen jeder Mensch in ein künstlerisches Denken startet: Stift und Papier. Bleibt es bei dieser simplen Vorstellung?

 

Die Workshop-Teilnehmer werden in einer anschließenden Diskussionsrunde angeregt über die gemachten Erfahrungen zu sprechen und sich auszutauschen. 

 

Henning Lichtenberg, Osnabrück 

 

Workshops 3. Was wirst du tun....

 

Was wirst du tun …? … damit du auch in 10 Jahren noch Spaß am Job im Kinderladen hast? Vieles in unserer Gesellschaft verändert sich in einem rasanten Tempo. Viele Werte haben aber auch dauerhaften Bestand. Bei welchen (Stand-)punkten glaubst du, bist du wandlungsfähig und an welchen Überzeugungen wirst du wahrscheinlich immer festhalten? Wie erhältst du dir deine Begeisterung, deine Freude, deine Neugier? In diesem Workshop wollen wir uns gegenseitig beflügeln und ermutigen • nicht jeder Sau hinterherlaufen zu müssen, die durchs pädagogische Dorf gejagt wird, • alte Zöpfe (auch die eigenen) abzuschneiden, wenn sie nicht mehr zeitgemäß sind, • die eigenen (pädagogischen) Überzeugungen zu verteidigen und • uns gleichzeitig auf unbekanntes Terrain vorzuwagen. Wir wollen uns darüber austauschen • wie sich verändernde Arbeitsbiografien auf unseren Arbeitsalltag auswirken. • welche Folgen eine möglicherweise trügerische Work-Life-Balance Mode haben kann (ausgebrannt durch Yoga) • wie bisherige Erfahrungen Entwicklung und Lernen ermöglichen oder verhindern - „Das klappt sowieso nicht!“ oder „Das sollten wir (nocheinmal?) versuchen!“  
Ute Dalluhn und Sebastian Damals, Kinderladen-Initiative Hannover 

 

Workshop 4. Was ist eine Elterninitiativen? 

 

Was ist eine Elterninitiative Das Motto des Fachtags fordert zum Aufbruch auf. In jedem Aufbruch steckt die Vision von etwas Neuem – und wenn es gut geht auf der Grundlage einer ehrlichen Analyse des Alten. Seit der Gründung der Kinderläden und der ersten Elterninitiativen hat sich vieles Verändert. Die Eigenwilligkeit und Eigenständigkeit der von Eltern selbst organisierten und selbstverwalteten Initiativen wurde beeinflusst durch Gesetze, Förderkonzepte, Verordnungen. Die Bildungspläne haben Einfluss genommen auf die Beschreibung der Konzepte. Und trotzdem haben sich die Initiativen etwas bewahrt, was jede Einzelne von Ihnen einmalig macht. In diesem Workshop wollen wir uns das System Elterninitiative vor dem Aufbruch zu neuen Ufern noch einmal anschauen um vielleicht doch das ein oder andere wertvolle „Sammlerstück“ mitzunehmen ans Neue Ufer. Ich denke dabei an: • Selbstverwaltung und Selbstorganisation • Recht auf Definition von Erziehungszielen • Erziehungspartnerschaft auf hohem Niveau • Sozialpädagogische Konzepte im Kontext sozialpolitischer Rahmenbedingungen • Verstehen von Individualität durch Erfahrungen und Erleben im sozialen Umfeld (Kindergruppe und Elterngruppe) 


 Hannes Lachenmair Seit 1967 setze ich mit alternativer Pädagogik auseinander. Seit 1971 als Bezugsperson im Münchner Kinderhaus. Als Zwischenstation war ich beim Deutschen Jugendinstitut mit dem Thema: Elterninitiativen als Maßnahme der Erwachsenen-/Elternbildung. Danach wieder Bezugsperson in Münchner Elterninitiativen. Mitbegründer des Arbeitskreises der Bayerischen Elterninitiativen (1986) und Mitgründer der BAGE e.V. (1986) Meine Schwerpunkte: Elternarbeit, Teamentwicklung, Fortbildungsangebote für Eltern und Erzieher*innen im Rahmen der LAGE Akademie, Selbstbestimmung und Selbstorganisation im Kindergruppenalltag, Partizipation 
 

 

Workshop 5. Mit Abenteuerlust zu neuen Ufern schreiten 

 

Mit Abenteuerlust zu neuen Ufern schreiten Entwicklungsmöglichkeiten für pädagogisches Fachpersonal in Elterninitiativen Für die meisten Bezugspersonen ist die Arbeit in einer Elterninitiative, eine abenteuerliche Reise zur eigenen Professionalität. Die besondere Struktur, der dialogische Anspruch und die großen Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit den Eltern und deren Kindern erfordern eine positive Haltung, Sicherheit und konstruktivistische Sichtweisen. Der Alltag in einer Initiative ist ein wahrer Entwicklungsraum für Pädagoginnen und Pädagogen. Sie können dort in Erfahrungen baden, neues Land entdecken und zu neuen Ufern schreiten. In diesem Workshop werden wir uns abenteuerlustig mit unserer Professionalität befassen. Praktisches mit Theoretischem verbinden und neue Ideen zur Aus-und Weiterbildung entwickeln.

Silvia Leippert-Thomas und Verena Wowar-Weis, Dachverband der Eltern-Kind-Initiativen in und um Augsburg e.V.   

 

Workshops 6. Wieviel  Medienkompetenz brauchen Kindern für die Zukunft 

 

Workshop Medienkompetenz: „Auf zu neuen Ufern: Wieviel Medienkompetenz brauchen die Kinder für die Zukunft?“ Was ist unser Bild von "Neuen Medien" und was leben wir unseren Kindern vor? Wie gehen wir mit dem Medienkontakt unserer Kinder um und wie können wir einen qualifizierten und reflektierten Umgang mit diesen neuen Möglichkeiten unterstützen? Diese und viele weitere Fragen wollen wir gemeinsam beleuchten und kritisch auf den Einsatz der neuen Medien im Kindergartenalter schauen. Vielleicht finden wir Bereiche, in we,lchen wir gemeinsam einen Mehrwert erkennen... Wir wollen auf den Begriff Medienkompetenz schauen und diskutieren, welche Kompetenzen wir für die Zukunft brauchen. Außerdem erarbeiten wir im Workshop gemeinsam, wie und wo wir neue Medien sinnvoll in den Kita-Alltag integrieren können und wie wir dies tun wollen bzw. können. Medien als Teil der Lebenswelt der Kinder vs. Gefahren, die von den neuen Medien ausgehen. Wir schauen hin, sprechen über Ängste und Gefahren und machen uns ein Bild der derzeitigen Situation. 
Referentin: Kathrin Göckeler, MA Medienpädagogik, Mediencoach im bayrischen Modellversuch „Medienkompetent in der Frühpädagogik stärken“, pädagogische Fachberatung beim Dachverband der Eltern-Kind-Initiativen in und um Augsburg e.V.  

 

 

Workshop 7. Die Elterninitiative aus der Kinderperspektive.  Kinder als Akteure der Qualitätsentwicklung

 

Die Kita aus der Kinderperspektive: Kinder als Akteure der Qualitätsentwicklung Maike Fabian, Referentin beim DaBEI e.V. (Potsdam, Brandenburg) Was ist Kita-Qualität aus der Sicht der Kinder? Was wünschen sich die Kinder, und wie können wir als Erwachsene erfassen, was ihnen wichtig ist? Mit welchem Blick und welcher Haltung schauen wir auf die Kinder? Wie können Kinder aktiv an der Qualitätsverbesserung in Kindertageseinrichtungen mitwirken? In diesem Workshop möchte ich Euch das Forschungsprojekt „Kinder als Akteure der Qualitätsentwicklung in KiTas“ und die Methoden vorstellen, die das DESI-Institut im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung 2018/2019 zur Erhebung, Auswertung und Dokumentation der Kinderperspektiven entwickelt und erprobt hat. Im Rahmen des Forschungsprojekts habe ich in einer Brandenburger Elterninitiative selbst Methoden durchgeführt, wie Interviews, Kinder-Kita-Führungen, eine Bilderbuchbetrachtung zum Thema Wohlfühlen und das Fotografieren der Kita durch die Kinder. Die Auswertung der Methoden bietet die Möglichkeit, vielfältige Themen, Erfahrungshorizonte und Sichtweisen der Kinder zu erfassen. Anhand von praktischen Beispielen wollen wir diese Perspektiven der Kinder aufgreifen und gemeinsam reflektieren. Wir wollen in der Runde diskutieren, welche Anregungen wir aus der Forschung in die Praxis mitnehmen können, um die Perspektiven der Kinder in der eigenen Einrichtung zu entdecken und sichtbar werden zu lassen? Wir setzen uns mit der Frage auseinander, wie diese Ergebnisse zu einer Qualitätsverbesserung beitragen können - und wie gehen wir als Pädagog_innen damit um?          
Referentin Maike Fabian,  Dabei e.V. Potsdam 
  

 

Workshop 8.  Macht (ver)teilen oder ergreifen.

 

Macht – (ver)teilen oder ergreifen?!

zum Verhältnis von päd. Fachkräften und Eltern

 

Das Thema Macht wird selten auf Elternabenden diskutiert: „Wer hat welche Macht und nutzt sie zu wessen Vorteil aus? Eher sind die Auswüchse von Macht, Machtverhältnissen, Machtmissbräuchen und Dominanzstrategien dann zu spüren, wenn sich Elternschaften mit den päd. Fachkräften oder auch untereinander im Konflikt befinden. Ob Sachkonflikte, Rollenkonflikte, Beziehungskonflikte oder Zielkonflikte, sie sind alle nicht schön, wenn sie eskalieren. Wie schaffen es Kinderläden, das Debatten und Diskussionen lösungsorientiert geführt werden und unterschiedliche Positionen und Haltungen wertschätzend gemeinsam gelebt werden? Welche Gelingensfaktoren gibt es für eine gute, diskussionsreiche gemeinsame Eltern-Fachkräfte-Zeit?

Referentin Petra Schaa, Kinderladen-Initiative Hannover  

( Nur am Samstag  )

 

Workshop 9. Alles neu macht die Vorstandswahl?

 

 Es gibt viele positive Seiten der Vorstandsarbeit in einem Kinderladen oder in einer Elterninitiative: Sie sichert die Existenz der Einrichtung. Sie ermöglicht die Anpassung des Betreuungsangebots an die Bedürfnisse der Kinder und Eltern. Sie berücksichtigt den Lebensalltag der einzelnen Familien … Zugegeben: Vorstandsarbeit ist selten das reine Zuckerschlecken. Es gilt, Fristen, Gesetze und Regeln zu beachten, immer im Kommunikationsprozess mit allen Beteiligten zu bleiben, im stetig wachsenden Bürokratiedschungel den Überblick zu behalten und zahlreiche weitere Funktionen wahrzunehmen: Arbeitgeber, Mieter, Dienstleister, Zuschussempfänger etc. Und so stehen sie alle Jahre wieder an: die Vorstandswahlen. Der ausscheidende Vorstand überlegt, was er alles an die Neuen zu übergeben hat, die Neuen fragen sich oft nicht ganz angstfrei: „Was kommt da auf mich zu?“ Und „Kann ich da wirklich gestalten?“ Gemeinsam wollen wir auf die Voraussetzungen und Chancen eines gelungenen Vorstandswechsels schauen.   

 

Referentin  Beate Heeg, Eltern helfen Eltern e.V. Münster.  ( Nur am Samstag )

 

 

Workshop 10. Hinter Horizont geht's weiter....

 

Workshop-Vorschlag für BAGE-Bundestagung in Osnabrück am 15./16.11.2019 Hinterm Horizont geht´s weiter … Über die Suche nach neuen Ufern und den Mut alte zu verlassen Eine spielerische und theatralische Annäherung Um zu neuen Ufern aufzubrechen, muss man die alten zuerst verlassen. Wer wissen möchte, wie es hinter dem (eigenen) Horizont weitergeht, muss seine Komfortzone verlassen und offen für neue Erfahrungen sein. Das dies durchaus nicht nur angstbesetzt, sondern sogar sehr lustvoll sein kann, wollen wir in unserem Workshop gemeinsam mit euch erkunden. Vor allem aber wollen wir uns in Bewegung setzen, mit theaterpädagogischen Mitteln improvisieren und uns einfach ausprobieren. Vielleicht entdeckt der eine oder die andere dabei sogar neue Horizonte … Mitzubringen ist die Lust am Ausprobieren, am gemeinsamen Denken und Tun und an neuen Erfahrungen. Theatervorerfahrungen sind nicht notwendig - aber auch nicht hinderlich. Sogenanntes „Scheitern“ ist ausdrücklich erwünscht und wird lustvoll gefördert! Die beste Zeit aufzubrechen war vor 20 Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt. Wir freuen uns auf Euch! 
 Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt auf 12 Personen.
 
LeiterInnen: Kerstin Reichel, Fachberaterin bei DaS KinD e.V. Darmstadt Norbert Bender, Geschäftsstellenleiter der BAGE, Theaterpädagoge (u.a. Fortbildung in biografischem Theater)